Survival ist mehr als Würmer fressen und Fallschirmspringen

iff1Achim Levi, Tel Aviv, State of Israel , Survival Experte. Mit Survival bezeichnet man heute schlicht die Kunst zu überleben. In der Vielzahl wird sich der Interessierte baldig in Kreise bewegen die einem zeigen wie man mit etwas Holz und Schnur ein Feuer entfachen kann und das der Wurm eine leckere Mahlzeit darstellen kann. Deine Ausrüstung wird um viele nützliche Gegenstände wachsen und so machst du dich nach einigen Trainingsstunden ab auf den Weg in dein erstes Abenteuer.

Andere Leute finden den Weg als sog. Prepper. Salopp gesagt sind Prepper Leute die sich auf Extreme vorbereiten. man fängt an ein kleiner großer Spezialist auf seinem erwählten Extrem zu werden und bereitet sich mehr und mehr auf das angeblich kommende Extrem vor.

Der Bildungswahn oder besser der Einbildungswahn hat auch seine Wege und so können Leute mit Abitur auch noch sowas wie „Erlebnis Pädagoge“ studieren.

Natürlich haben auch die Medien das Thema Survival für ihre Art TV Sendungen gefunden. Sicherlich kann man bei vielen Survival Sendungen nützliche Tricks erlernen jedoch sind eine Vielzahl dieser Survival Sendungen eher im Rest der Darstellungen dann Anleitung für den sicheren Weg in das suizidale Survival Abenteuer. An vielen Stellen finden wir dann eine weitere Traurigkeit denn in vielen Survival Sendungen werden mil. Aspekte eingebracht so wie als Beispiel das gewisse Moderatoren mil. Fachkenntnisse haben, einige auch ehemalige Mitglieder dieser oder jener mil. Eliteeinheit gewesen seien.

Schweifen wir also in die mil. Welt des Survival und vorab sei klar gesagt das ich nicht die Absicht habe hier und jetzt mil. Geheimnisse auszuplaudern. Über einige Dinge kann und darf nicht berichtet werden was ich auch vollends verstehe.

Das manche viele Medien zur Verblödung der Massen beitragen könnte am Beispiel der Deutschen „Bildzeitung“ belegt sein. Eine Vielzahl an Medien präsentieren Survival und auch im Web finden sich eine Vielzahl eher scheinbar total verblödeter Leute die sich über Survival auslassen. Sehr extreme Verdummung scheint es dann auch dort zu geben wo sich Leute über Survival in Zusammenhang mit mil. Aspekten unterhalten.

Nett umschrieben kann man sagen das man durchaus echte Survival Experten im mil. Sektor vermuten darf. Fast alle Soldaten dieser Welt durchlaufen z.B. im Rahmen ihrer Grundausbildung auch etwas Survival Ausbildung. Ebenso kann man Piloten anführen und Bordbesatzung die gezielt mehr Survival Training durchlaufen. All das Survival Wissen macht diese Leute aber noch lange nicht zum Survival Profi.

Was man heute alles als Elitesoldaten bezeichnet ist in der realen Welt tatsächlich auf einer gewissen Ebene Elite jedoch in Sachen reales Survival sind die meisten dieser Kämpferinnenund Kämpfer eher blutige Anfänger ohne große Erfahrungswerte.Immer wieder schwärmt Survival Kollege Nehberg von seinen Erfahrungen die er bei den Deutschen Kampfschwimmer erlebt habe. Ich denke es einmal so ausdrücken zu können das auf mil. Ebene die „Eliteeinheit“ der Deutschen Kampfschwimmer nebst all ihrer Ausbildung eher wie Schwimmanfänger ohne Schwimmflügelchen erscheinen.

Je mehr man Einblick in die Ausbildungen dieser „Schein“ Eliteeinheiten bekommt um so besser kann man sich selbst ein Bild von der wahren Stärke dieser Truppen machen. Hinzu kommen noch bekannte Beispiele wo reale Survival Situationen entstanden die es dann galt zu überleben und wenn man dann schaut wie die „Helden des Tages“ versagten bleibt vom Rang der Elitetruppe eher ein armseliger Haufen die sicherlich auf gewissen gebieten Experten sind aber im realen Survival traurig versagten. Einige überlebten nicht einmal Situationen die selbst manche Survival Anfänger besser angegangen wären und vermutlich auch besser überlebt hätten.

Selbstverständlich ist sowas auch den führenden Köpfen aller mil. Bereiche bekannt und natürlich darf zu erahnen sein das man auf mil. Ebene auch wirkliche Elitesoldatinnen und Elitesoldaten findet. Sanft ausgedrückt würde ich es so sagen das alle Länder mit eigenen Armeen mind eine kleine Gruppe von 3 oder 4 wirklichen Elitesoldaten hat die alle auf dem Gebiet des Survival salopp unschlagbare Meister sind. Eine Gruppe in Stärke von 3 oder 4 dieser Leute könnte in der Lage sein ganze Kompanien mühelos aufzuhalten.

Bis heute glauben die meisten Leute das Eliteeinheiten die modersten Waffen und modernstes Material mit sich führen. Das wieder ist nur in diesem Sinne richtig wenn man auf die „bekannten“ Eliteeinheiten schaut. EBenso auch der Gedanke das diese Leute fast schon die gesundesten Leute dieser Welt sein müssen mit meist viel Muskeln bepackt. Wieder ein blick zu bekannten „Eliteeinheiten“ zeigen uns Bilder von Soldaten die tatsächlich diesen Eindruck erwecken. Da raucht niemand Zigaretten und Sport steht ganz oben auf der Liste der Hobbys. Was für ein Schwachsinn !

Jetzt muss ich mich etwas vorsichtig ausdrücken … ein Grundsatz den auch ich im Bereich der wirklichen Elitesoldaten lernen musste war:

„…wenn wir dich nackt wo auch immer auf der Welt aussetzen und zehn Jahre später wieder kommen musst du immer noch leben und dort ein kleines Dorf erschaffen haben…“

Survival fand eine neue Bedeutung und ist für mich heute eher eine stetige Ansammlung von Wissen das man in vielen Lagen praktisch umzusetzen weiß. Natürlich freue ich mich wenn in meiner Ausrüstung eine tolle Axt ist. Aber was tun wenn die Axt kaputt ist oder gar fehlt ? Oder andere Frage, wie stelle ich mir so eine Axt her so das sie fast alles hat was auch eine „gekaufte Superaxt“ hätte?

Dazu gab es einmal einen interessanten bis dahin geheimen Versuch:

Man holte eine Gruppe von sehr erfahrenen Piloten die nach einem „gelungenen“ Absturz in angenehmem Gebiet mindestens eine Woche überleben sollten. Dabei war das was ein Pilot eben nach einem Absturz dabei hätte. Als kleine „Einlage“ hatte man z.B. eine Dose Fleisch wobei man aber den kleinen Dosenöffner weggenommen hatte. Für viele der Piloten war es eine etwas anstrengende Woche und die meisten hatten so ihre Mühe die Dose Fleisch zu öffnen. Einige taten sich dabei tatsächlich auch noch weh.

Am Ende der Woche sagten alle das dies eine anstrengende Woche mit Entbehrungen und Belastungen war.

Nun ging man hin und holte sich wieder eine Gruppe echt erfahrener Kampfpiloten, simulierte einen Absturz aber diesmal hatten die Piloten nichts dabei. Alle Ausrüstung sei zerstört und auch der Fallschirm sei weg. Bereits nach 2 Tagen mussten einige Probanden von Rettungsteams geborgen werden. Am Ende der Woche er sah man eine kleine Gruppe total verausgabten Leute.

Aber es gibt weiter. Zurück zur ersten Gruppe. Jeder der Elitepiloten hatte nach der ersten Woche den Auftrag erhalten, mit Hilfe aller mitgeführten Sachen  und innerhalb 24 Stuznden einen kampfbereiten modernen Kampfpanzer (im Vergleich sagen wir mal Deutscher Leopard II) zu stoppen; optimal vollends Kampfunfähig zu machen.  24 Stunden später ergab die Simulation das keiner der Leute die Aufgabe gemeistert hatte und wäre es eine reale Situation gewesen so wären etwa 99% gestorben und 1% hätte schwerste Verletzungen erlitten.

Der beschriebenen Gruppe 2 hat man erst gar nicht den weiteren Auftrag erteilt.

Nun kamen wir zum Einsatz. Mit leichten Schuhen, einer Hose und ein T Shirt ausgerüstet schickte man uns in ein fremdes Gebiet. jeder war eine Woche auf sich gestellt und niemand fand an dieser Situation etwas „schlimmes“. Nach einer Woche kam der Auftrag , wie oben, Kampfpanzer ausschalten. In einem Fall schaffte man es das Ziel in nicht mal 10 Minuten auszuschalten, die längste Zeit betrug knapp 22 Minuten.

Natürlich wurde dann noch eine besondere „Einlage“ getan und man wurde in sehr kalte oder in sehr heiße oder in sehr schwierige Gebiete gesetzt. das Ergebnis bei uns war stets der totale Erfolg. Ein Höhepunkt bei weiteren Szenarien waren dann noch „eingeplante Verletzungen“ wie z.B. ein gebrochener Arm usw.  Selbst mit diesen „Hindernissen“ gelang es jedem von uns in optimaler zeit die gesteckten Ziele zu erreichen.

Kaum eine heutige Eliteeinheit und kaum zivile Survival Ausbildungen scheinen gerade die psychologischen Grundlagen zu beachten bzw. auszubilden. Dies aber war für uns eine weitere wichtige Grundlage.

Wir hatten stets die Option bei Übungen einen Rettungsanker zu wissen. Dieser konnte frei Verfügbar gewählt sein und die Übung hatte sein Ende. Aber der Rettungsanker wirkte auch dann wenn es schwere lebensbedrohliche Unfälle gab wo sofortige fremde Hilfe dein Überleben sicherte. Aber der Einsatz dieses Rettungsanker bedeutete salopp gesagt auch das Aus deines weiteren Werdeganges in unserer Eliteeinheit.

In wohl sehr eindrucksvoller Weise konnte ich 2010 in Beisein Deutscher Polizei und unter Beweis fachärztlichen Begutachtung zeigen das ich mit einer frischen Sprunggelenk Fraktur mit dem Rad innerhalb weniger Stunden weit über 100 Kilometer radelte, mir ein Nachtlager einrichtete und morgens in aller Frische zu einem Termin erschienen bin. Eine weitere „Belastung“ dabei war auch noch die Herabwürdigung dieser Leistung und eben all das überlebt zu haben.

Solche und ganz andere reale Survival Situationen sind heute Bestandteil meines Lebens und der Bestandteil einer winzig kleinen Gruppe wahrer und echter Survival Experten.

Manchmal frage ich mich wie meine werten Kollegen wie Grylls, Hawkes, Nehberg und Co. solchen Situationen begegnet wären. Ich würde sagen ohne ihre Rettungsanker wären diese werten Kollegen längst totes Fleisch. Dann denke ich oft auch an Preppers oder wirklich nette Leute die an Survival Interesse haben und dennoch auf das Blabla der Outdoor Industrie herein fallen. Wie wohl würden diese Menschen solchen durchaus denkbaren realen Survival Situationen begegnen?

Aus der Zeit lernen wir das es schon Leute gab die mit bestmöglicher Ausrüstung die einfachsten Survival Situationen angegangen waren und verstarben. in den Anden stürzte vor vielen Jahren ein Flugzeug ab. Einige Überlebende entschieden sich tote Menschen zu verzehren und überlebten. Andere Überlebende wollten keine Menschen futtern … und verstarben. Es darf dir aber in realen Survival Situationen kein Problem bereiten was auch immer als Nahrung zu nutzen. Wenn du da aber schon ein Problem hast solltest du sehr intensiv üben oder dir einfach sagen das einige durchaus überlebbare Situation für dich selbst bei bester Ausrüstung tödlich enden wird.

Wenn du aus einer Survival Übung oder gar aus einer realen Survival Situation ein Problem machst wirst du vermutlich die Sache nicht überstehen. Lustig finde ich immer Survival Sendungen wo Prepper gezeigt werden die dann die Meinung angeblicher Fachleute erfahren die dann meist zum Ausdruck geben das der Prepper 3 ,4 oder 10 Monate überlebt hätte. Aber auf einer anderen Seite bezeugen solche Aussagen das nach Ablauf dieser Zeit der sichere Tot gekommen wäre.

Man überlebt doch nicht für eine Stunde mehr Leben oder ?

Selbst bei ultimativen Survival Situationen sollte man doch das Ziel haben sein Leben solange es geht zu erhalten, also salopp gesagt den üblichen Lebensrahmen anzustreben was salopp gesagt gute 70 oder 80 Lebensjahre bedeutet. Dazu habe ich wieder ein Beispiel das wohl seine Einzigartigkeit annimmt:

Im Jahr 2000 bekam ich die Diagnose HIV die dann 2005 in AIDS umgewandelt wurde. 2008 gestatte sich der wohl letzte mutige Fachkundige die Aussage das ich 2009 wohl nicht erlebe. Tatsächlich bemerke ich kleine und große Weh Wehchen. Jetzt weiter der kleine Hinweis: schaut auf das aktuelle Datum !

Ich lebe immer noch und bin dabei meine Survival Weltreise zu bestreiten. Das meine lieben Freundinnen und Freunde mag wohl der wahre Geist von Survival sein. Eine große Hilfe ist dabei wohl das ich von Kindesbeinen an Survival betreibe und das vll. sehr seltene Privileg habe einst zu der bislang besten und wohl einzigste echten Eliteeinheit dieser Welt gehört zu haben.

Die aber wohl stärkste Waffe, das wohl beste Material was ich auf all meinen Survival reisen habe und in allen realen Survival Situationen einbringe ist einfach dies:

ich will überleben und ich werde überleben egal was da komme !

 

Über עיתונאי מומחה אחים הרב לוי הישרדות

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