Hanger im Flughafen Tempelhof wird Notunterkunft für Flüchtlinge

a1Auf Grund der angespannten Situation in Österreich und in Bayern erwarten an diesem Wochenende einen besonders hohen Zugang an Flüchtlingen. Wir müssen mit bis zu 1.000 neu aufzunehmenden Flüchtlingen und Asylbewerbern rechnen, die aus Bayern im Rahmen des Königsteiner Schlüssels nach Berlin verteilt werden oder auch selbständig anreisen. Aus Bayern werden jeden Tag mindestens ein Zug und zusätzlich zwei oder drei Busse in Berlin erwartet.

Heute Vormittag ist der IC 2943 mit 313 Flüchtlingen in Schönefeld eingetroffen. Davon nimmt Berlin 113 Flüchtlinge auf. Sie werden in der Notunterkunft in der Glockenturmstraße im Olympiapark untergebracht, ebenso wie die in der letzten Nacht mit drei Bussen nach Berlin gebrachten 150 Flüchtlinge.

Darüber hinaus reisen täglich viele Flüchtlinge und Asylbewerber selbständig nach Berlin. So sind heute Nacht 130 Menschen unangekündigt in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Motardstraße angekommen. Sie sind aus anderen Bundesländern nach Berlin verteilt worden und kamen in der Nacht in der Motardstraße an. In der Einrichtung gab es allerdings keine freien Plätze mehr. So wurden für die Neuankömmlinge über den Landesweitern Koordinierungsstab Flüchtlingsmanagent in der Nacht neue Unterkünfte organisiert.

Die Plätze in den vorhandenen 90 Unterkünften sind damit im Moment vollständig ausgelastet. Zusätzliche Bettenkapazitäten sind dringend notwendig.

Daher wurde mit der Ertüchtigung einer neuen Notunterkunft am Flughafen Tempelhof begonnen. Mitarbeiter der Feuerwehr, unterstützt von Bundeswehrsoldaten, transportieren heute Vormittag 73 Zelte aus der Schmidt-Knobelsdorf-Straße nach Tempelhof und beginnen mit dem Aufbau der Zelte im Hanger 1. Beim Aufbau der Zelte in dem Hanger helfen auch Freiwillige des Technischen Hilfswerks. In dem Hanger werden rund 1.000 Plätze geschaffen. Die Betten sind bereits aufgebaut.

Betreiber der neuen Notunterkunft ist die Tamaja GmbH. Für Verpflegung und auch medizinsche Versorgung vor Ort ist gesorgt. Heute Abend wird die neue Notunterkunft dann zur Verfügung stehen.

PS: Es ist uns gelungen, alleine in dieser Woche in unseren Regierungsstellen in der Bundesallee, der Kruppstraße und in der Turmstraße insgesamt 2.416 Flüchtlinge neu zu registrieren. Damit kommen wir inzwischen auf eine durchschnittliche Registrierung von rund 500 Flüchtlingen pro Tag.

Über ACHIM LEVI SURVIVAL RABBINER JOURNALIST

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