Achim Levi Mega Survival

Achim Levi Survival Experte Israel 411Achim Levi, Survival Experte, Rabbiner, Journalist, Jerusalem, State of Israel. Die meisten menschen werden sich eher weniger wünschen in eine reale Survival Situation zu kommen. Viele Leute aber wollen lernen wie man denn diese Situationen meistern kann. Da helfen natürlich eine ganze Flut an mehr oder weniger guten Survival Experten.

Nur wenige dieser Survival Experten haben aber reale Survival Situationen erlebt und womöglich nur eine Handvoll dieser Survival Experten lebt quasi in mehr oder weniger extrem Survival Situationen.

Es mag sich sicherlich sehr eigensinnig anhören wenn ich nun sagen das so gut wie mein ganzes Leben immer irgendwo eine dieser Extreme war. Selbst im besten Frieden habe ich von Sekunde auf Sekunde miterleben dürfen wie aus Frieden richtige ausgewachsene Kriege wurden. Mit Krieg muss damit nicht immer gleich das klassische Bild von Krieg dargestellt sein. Krieg kann man auch ganz ohne Panzer und Granaten erleben und das was man dann erlebt kann durchaus mit dem mithalten was du üblicher weise unter Krieg verstehst.

Der Krieg wird los brechen wenn man deine Liebsten ermordet. Dann stehst du da und die Welt scheint zusammen zu brechen. Von angeblichen Freunden ist meist wie gewohnt in solchen Lage nix mehr zu sehen und mit einem Schlag hast du einen oder gar mehrere geliebte Menschen verloren. Hilfe steht da oft auf dem Papier und auf wehenden Fahnen doch Hilfe wird man oft eher nur schwer finden. Dann bist du wahrlich alleine. Was nun ?

Mehrfach war ich in solchen Situationen. Was man beim ersten mal denkt das sowas ja nie mehr passiert wiederholte sich bei mir in der tat mehrfach. Immer waren die Täter schnell gefunden, in allen Fällen waren sie geständig und sind sie rechtskräftig verurteilt.

Im Krieg selbst kann man solche Verluste noch irgend wie mit dem krieg an sich erklären aber so ganz im Frieden verstehst du die Welt nicht mehr. Wie in vielen Extremen gilt auch hier leider das Motto das der krieg erst nach dem Krieg losbrechen wird. Der gewaltsame Tot des geliebten Menschen ist schon Krieg genug aber es gibt genug Leute in ach so feinen Gesellschaften die dir ein Extra Krieg nach dem Krieg liefern.

Irgend wann dann einmal fand ich heraus das diese Dinge die ultimativen Survival Situationen sind.

Dann habe ich mal als Zeuge bei Gericht bei einem dieser Mord Verfahren (oh Wunder das man es überhaupt als Mord ansah) eine meiner Erkenntnisse ausgesagt die im ersten Augenblick die Richter, Staatsanwälte, Verteidiger, Angeklagte und die neugierige Masse schockte, ich sagte:

ich habe diesem Mord sogar eine positive Seite abgewinnen können !

Totenstille im Gerichtssaal. Dann nach dem Schweigen der Lämmer fragte ein Richter was um alles in der Welt ich denn an einem möglichen Mord positives abgewonnen habe. Da sagte ich sinngemäß :

Man könnte zwar meine Liebsten ermorden aber die Liebe unter uns wurde damit unsterblich.

Wieder dauerte das Schweigen der Lämmer an bis es dann weiter ging.

Viele Jahre vorher musste ich ansehen wie meine salopp erste große Liebe bei der Flucht aus einem Heim wo wir sexuell, körperlich und geistig missbraucht wurden starb. Sie ertrank in einem Fluss. Im heim war es so brutal das Zeit für Trauer nicht drin war, im gegenteil, man zog noch übel über die Sache und über ihren Tot her. Ein Unfall … was es in diesem Sinne auch war. Oder etwas das man so umschreiben kann das man auch Kinder in den Tot treiben kann.

Egal was und wie ich vergesse diese Bilder nie. Diese Ohnmacht noch irgend wie zu versuchen zu retten aber da war nichts mehr. Sie war weg. Tage später tauchte ihre Leiche in einem Stauwerk auf. Aufgedunsen, entstellt durch womöglich eine Schiffschraube. Ich habe ihre Leiche angeschaut.

Wieder so ein Extrem und das war in meiner Kindheit. Wir waren nicht mal 13 Jahre alt.

In beiden Fällen dauerte es Jahre bis man wirklich einmal eine Art Aufarbeitung betreiben konnte wenn man hier wirklich von Aufarbeitung reden kann. Vieles blieb über Jahre haften, unbearbeitet. Diese und andere Dinge brachten mir dann noch mehr Jahre später die Diagnose PTBS der Kategorie 0 ein, also das übelste was einem auf dem Sektor geschehen kann.

Auch hier dauerte es lange bis man eine Aufarbeitung betreiben konnte, zumindest mal einen Anfang fand. Hilfe oft Fehlanzeige. Vieles ging dann im Alleingang vieles aber auch nicht ohne fremde Hilfe.

Heute jetzt und hier kommen diese Dinge natürlich immer wieder auf, sind fester Bestandteil des Lebens und ich denke das man etwas Sinn und Zweck in sein Überleben bringen kann wenn man selbst darüber berichtet, sich anderen mitteilt die vll. gerade jetzt im Anfang von etwas stecken wo ich salopp längst durch bin.

Eines dazu vorab gesagt, selbst darin wird es auf deinem Weg Leute geben die dir genau deshalb unter den abenteuerlichsten Aspekten versuchen werden das (Über) Leben zur Hölle zu machen.

Das zum Tot anderer Leute. Obschon jeder Mensch weis das er selbst sterben muss wird das Thema gerne verdrängt, ach das dauere ja Jahre und die lebe man eben.

Der Tot kann schneller kommen als man denkt.

Es kann auch eine tödliche Erkrankung sein, ohne Aussicht auf Heilung und immer wieder wagen Vermutungen und Prognosen wann dann dein Ende sein werde. in der Tat kommt meist dein Ende früher als bei nicht erkrankten Leuten. Man kann schon in etwa abschätzen wann es salopp gesagt denn soweit sein wird und man stirbt. Es kann schnell gehen aber es kann auch dauern und ein guter Survivalist wird natürlich nie den Kampf ums Leben aufgeben und erst recht ein guter Jude so wie ich es bin. Beides zusammen macht mich wohl im Kampf zum Überleben fast schon zu einer ultimativen Survival Maschine.

In Kürze habe ich nun wieder einen Gedenktag. Hinzu ist eine tödliche Erkrankung die sich salopp zum Ende hin bewegt. Weiter andere Sorgen und Ängste, Verfolgungen, Ausgrenzungen, Diskriminierungen uvm. Ja und eben meine Projekte uvm.

Aufgeben ? Niemals !

Selbst in hinblick das es im Tot kein Survival Trick mehr gibt sehe ich keine Angst oder eine  Grund vorzeitig das Ende zu suchen. Selbst mit der ganzen Vorgeschichte hätte ich wahrlich genug guten Grund das Leben zu verkürzen aber ich will sowas einfach nicht. Ich will und werde solange leben wie es eben geht.

Ja und selbst danach wenn es dann doch zum Tot kam sehe ich lediglich eine andere Art von Sein. Wieder Grund genug was ultimatives Neues zu erleben. Ich sage da immer, wenn ich erst mal tot bin komme ich im Rahmen meiner ersten Nach Tot Survival Tour wieder und berichte was Tot denn nun wirklich bedeutet.

Es gab sehr kritische Momente wo ich Ärzte traf die wirklich alles taten um mein bisschen Leben zu bewahren. Dann sah ich in Gesichter die oft so traurig waren und sie sagten das sie alles getan hätten und nichts mehr tun können ja und das ein normaler Mensch längst tot wäre. Da grinste ich und zauberte ihnen ein Lächeln ins Gesicht und sagte, seit wann bin ich denn „normal“.

In der Tat gab es mehrfach medizinisch nachgewiesene Lagen wo man schlicht sagte das ich nun tot sei. Klar da hat man sich womöglich etwas geirrt. Dennoch es war schon übel.

Ich habe da nie ein Tunnel gesehen oder ein Licht oder wen oder was auch immer. Ich kann mich immer nur so erinnern das da etwas sehr übles war es tat auch weh dann einmal wurde mir meist kotz übel dann fertig. Stunden später wachte  ich auf, hatte meist Kopfweh aber weis nicht was in den Stunden gewesen ist. Ich soll tot gewesen sein so höre ich es dann.

Nun ja so tot wie man sich tot vorstellt scheint es ja nicht gewesen zu sein aber es war eben echt extrem. Mega Extrem kann man auch sagen.

Nichts wirkte mehr von außen und ich habe auch nichts sonderliches getan bzw. ich kann mich nicht daran erinnern.

Irgend wann wird es ja wohl aber auch bei mir mal so sein das ich dann wirklich tot bin. Angst habe ich keine davor. Ich scheue es etwas weil ich meist immer noch viel geplant habe und meine Pläne umgesetzt haben will. Mich ärgert es eher wenn ich da aufgehalten werde. ich sehe dann zwar eine gewisse zusätzliche Herausforderung aber es ärgert eben. Aber auch nicht so doll jetzt.

Mein leben ist daher sowas wie ein ultimatives Mega Survival. Ganz ohne das übliche Survival wäre ich wohl kaum noch hier oder zumindest nicht in der Art wie ich jetzt hier sitze. Alles hat mich sehr geprägt und gerne gebe ich das Wissen weiter.

Nun und jetzt wo vieles doch (einmal wieder) auf so eine Art Ende zugehen soll bin ich trotz mancher echt üblen Umstände frohen Mutes. Ich sehe durchaus die Lage absolut real und von allen Seiten lobt man mich. Einfach aber ist es nicht und es wäre eine Lüge zu sagen ach alles easy.

Ich muss dies und das beachten, klar die üblichen Diskriminierungen und Verfolgungen, ernste Bedrohungen usw. Sicher alles kein dolles Bild wie einige Menschen hier mit anderen umgehen. Dennoch weiter weiter weiter.

Und genau das solltest du auch denken. Jeder kann in ein Extrem kommen. Es wird garantiert nicht einfach sein da raus zu kommen und garantiert wirst du nach dem Krieg einen anderen Krieg erleben. So grausam manches auch sein mag was du im leben erleben wirst und so hart und schlimm es auch sein mag, es ist kein Grund aufzugeben. Klar du brauchst dich auf keinen Fall selbst zu Foltern aber das verlangt niemand. Sei auch gerne mal schwach un falle beim blosen Gedanke an Blut schon in Ohnmacht. Diese Zeit erspart dir den Anblick und schafft dir eine kleine Auszeit. Klar man wird dich weniger als Held sehen aber sowas sagen nur die Dummen.

Geh durch die Lagen des Lebens und lebe das Leben was dir vorgesehen ist. Auch dein Ende ist vorgesehen und egal was du anstellst, es ist erst dann zu Ende wenn der Zeitpunkt dazu wirklich erreicht ist. Alles andere sind lediglich Extreme, Herausforderungen gute oder schlechte Zeiten.

Natürlich wünsche ich dir und ich wünsche auch mir viele gute Zeiten aber egal was kommen mag, ich werde jedenfalls immer weiter weiter weiter machen und es würde mich freuen noch viele Menschen zu erleben die mich ein Stück begleiten.

Über עיתונאי מומחה אחים הרב לוי הישרדות

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